Erhebung anonymer Fahrgastzahlen und digitale Kasse

Veröffentlicht am 16.05.2021 in Pressemitteilungen

Für systematische Erhebung anonymer Fahrgastzahlen

Die anonymisierte Erhebung der Fahrgastzahlen und die Frequentierung der Haltestellen und Routen der Stadtbuslinien sind zur Optimierung des Stadtbusverkehr sinnvoll, betont SPD-Stadträtin Christa Rufer. Derzeit werden Strichlisten von Hand gefertigt und Fahrgastzahlen unter 100 erst gar nicht in der Statistik geführt. Nach Auffassung der SPD-Fraktion ist die Erfassung solcher Daten per Papierstrichliste im digitalen Zeitalter nicht mehr zeitgemäß und verlangt deshalb in ihrem Antrag von den Stadtwerken eine qualifizierte digitale Fahrgastzahlenerfassung einzuführen. Die SPD-Fraktion begrüßt, dass die Stadtwerke ebenfalls die Notwendigkeit für aussagekräftige Fahrgaststatistiken sehen und diesbezüglich eine Lösung mit dem RVL und der SWEG anstreben.

Selbst wenn nur 100 Fahrgäste oder gar nur 50 Fahrgäste auf einer Stadtbuslinie fahren, bedeutet dies 50 oder 100 weniger Autofahrten im Stadtgebiet. Auch diese Frequentierung ist daher von Belang. In den S-Bahnen werden die Zu- und Ausstiege sekundengenau automatisch erfasst. Eine Betrachtung in Bezug auf den Einstiegsort, die Fahrtstrecke wie auch den Ausstiegsort und die Uhrzeit der Benutzung sind für eine objektivierbare Betrachtung und Identifizierung von Verbesserungspotentialen von Bedeutung.

Heute verfügt jedes mobiles Zugangsgerät über die Möglichkeit des Empfangs von exakten Geodaten via GPS-Signal. Ebenso die in den SWEG-Linien seit einigen Monaten eingebauten Bordcomputer. Somit bietet sich die anonyme Erfassung dieser Daten im Rahmen einer Fahrgastzahlenstatistik an. Mit diesen Geräten kann auf einfache Art und Weise mittels App die Kombination von Einstiegsort und -zeit anonym erfasst werden. Auch Fahrtabrechnungen könnten so kundenfreundlich nach dem jeweils günstigsten Tarif abgewickelt werden. Eine Qualitätssicherung des Busangebotes könnte über die Haltestellenerfassung mit den jeweiligen Ankunfts-/Abfahrtszeiten erfolgen. Über einen automatisierten Soll-Ist-Abgleich könnten die reale Umlaufzeit und die Sicherung der Pünktlichkeit erfolgen. Pünktlichkeit ist ein wichtiges Kriterium für die Nutzung von Bussen.

Am Markt sind kleine App-Lösungen für geringe Lizenzkosten im unteren dreistelligen Bereich verfügbar, die die aufgezeigten Möglichkeiten für eine qualifizierte Datenerfassung im Rahmen von Fahrassistent-Fahrgast-Statistik-Systemen ermöglichen und sollten für die in Eigenregie betriebenen Buslinien von den Stadtwerken kurzfristig beschafft werden.

Anonyme Nutzung des Anrufsammeltaxi ermöglichen

Die SPD-Fraktion verfolgt mit ihrem Antrag auch die Abschaffung der von jedem Fahrgast mit Vor- und Zunamen und der kompletten Anschrift sowie Unterschrift auszufüllenden Quittung bei Nutzung des Anrufsammeltaxi. Gegen die derzeitige Handhabung bestehen erhebliche datenschutzrechtliche Bedenken. Der Schutz der Daten ist nicht gewährleistet. Jeder Fahrgast muss mit dem AST, wie mit Bus und Bahn, auch anonym mit einer gültigen Fahrkarte von A nach B fahren können, fordert daher SPD-Gemeinderätin Christa Rufer. Zusätzlich zur Datenerfassung für die Fahrgaststatistik bietet sich auch die Integration einer „digitalen Kasse“ für den Verkauf von Fahrscheinen, aber auch zur Abrechnung der Taxiunternehmen mit den Stadtwerken an. Das derzeitige Bezahlsystem bedarf dringend der Modernisierung konstatiert denn auch SPD-Stadträtin Annette Bachmann-Ade. Die anonyme Nutzung des AST muss unabhängig von der Einführung der digitalen Kasse möglich werden.

 
 

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